Tutorial Dreamweaver 4.0
 
Veröffentlichung von Webseiten

Bevor eine entfernte Webseite eingerichtet werden kann, muß in Dreamweaver eine lokale Site eingerichtet worden sein. Das ist Thema des Kapitels "Lokale Siteverwaltung". Falls Sie mit der Lokalen Siteverwaltung noch nicht gearbeitet habe, werfen Sie bitte vor der weiteren Lektüre einen Blick in dieses Kapitel.

Einrichten einer entfernten Site

Zunächst muß man wissen, wo sich die Site gehostet werden soll, d. h. wie der Server heißt. Weitere Fragen, die man sich stellen muß, sind:

  • Steht der Server im Intranet oder im Internet?
  • Muß man explizit einen FTP-Server angeben?

Anschließend werden die Voreinstellungen vorgenommen, die für das Arbeiten mit entfernten Sites erforderlich sind (Bearbeiten/Voreinstellungen/Sites). Diese Einstellungen muß man nur einmal zu Beginn der Arbeit mit der entfernten Siteverwaltung vornehmen!

Immer zeigen und Bereich:

Festlegen, auf welcher Seite im Sitefenster die Lokalen Dateien angezeigt werden sollen.

Abhängige Dateien
(z. B. bei einem Frameset)

Es erscheint eine Dialogbox, in der man wählen kann, ob die abhängigen Dateien auch übertragen werden sollen

FTP-Verbindung

Nach welcher Zeitdauer die Verbindung getrennt werden soll.

FTP-Zeitüberschreitung

Gibt den Zeitraum an, in dem Dreamweaver versucht, eine FTP-Verbindung zum Server herzustellen.

Firewall-Host

Nur wenn der Webserver eine Firewall hat: Addresse des Proxyservers

Firewall-Anschluß

21 ist der Standardport für FTP

Bereitstellungsoptionen

Aktivieren empfohlen: nichtgespeicherte Dateien werden automatisch vor dem Hochladen auf den Webserver gespeichert.

Falls man gleich mit dem Zuordnen einer Lokale Site weitermachen möchte, klickt man auf den Schalter ”Sites definieren”.




Eine lokale Site einer entfernten Site zuordnen

Jetzt müssen einige Informationen über den Webserver eingegeben und Voreinstellungen für das Ein- und Auschecken vorgenommen werden. Das macht man über das Sitefenster. Im Sitefenster ruft man in dem Listenfeld ”Sites definieren...” auf (geht auch über das Menü Sites)

Aus dem Listenfeld sucht man sich die Site aus, die dem entfernten Server zugeordnet werden soll und klickt anschließend auf ”Bearbeiten”. Es öffnet sich das Dialogfenster Site-Definition für .... (Name der Website). Links findet man den Eintrag ”Remoteinformationen” - bitte anklicken!

In diesem Dialogfenster kann man die Art des Serverzugriffs festlegen

So sieht es aus, wenn (noch) kein Zugriff festgelegt wurde:


Wenn aus dem Listenfeld als Zugriffsart FTP ausgewählt wurde, sieht man folgende Felder:


Zugriffsart

FTP (am häufigsten)

oder Lokal/Netzwerk, wenn der Webserver als Netzlaufwerk zur Verfügung steht, oder man einen Personal Web Server verwendet.

FTP-Host

Hier muß die Internetadresse des Webservers oder des FTP-Servers angegeben werden (name.domain.topleveldomain)

Host-Ordner

Pfadangabe im Dateisystem des Webservers, auf dem die Website liegt

Wichtig: Muß auf jeden Fall stimmen, sonst landen die hochgeladenen Dateien irgendwo in den Tiefen des Servers....

Muß nur dann angegeben werden, wenn keine virtuelle Domain eingerichtet wurde:

Anmeldung

Anmeldename (Benutzername) für den Webserver

Kennwort

J J J J (”Speichern” anzukreuzen ist leichtsinnig, aber praktisch.)

Passiven FTP verwenden

Ankreuzen: ist üblich (Sicherheitseinstellung auf dem Server)

Falls die Angaben nicht bekannt sind, frage man seinen Provider!

Filetransfer


In der Buttonleiste des Sitefensters findet man nach gelungener Einrichtung der Verbindung diesen Knopf. Er stellt die Verbindung zum Server her. Wenn man ihn klickt, bekommt man eine Meldung, daß die Verbindung aufgebaut wird. Nach erfolgreicher Verbindung ändert der Button sein Aussehen. Zum Zeichen, daß die Verbindung besteht (und die Telefonrechnung sich erhöht...) färbt sich der kleine Punkt quitschgrün.


Verbindung zum Server hergestellt

Nun sollen die Dateien zum Server übertragen werden. Das heißt bei Dreamweaver ”Bereitstellen”. Es gibt dafür einen Button oder man kann den Befehl auch im Kontextmenü finden. Im Menü Site gibt es ihn auch.

Synchronisation

Eine Synchronisation macht Sinn, wenn man seiner Webseite neue Seiten hinzugefügt hat und diese mit der Serverversion abgleichen möchte. Dazu ruft man in dem Sitefenster das Menü Site/Synchronisieren auf.

Ankreuzen von "Entfernte Dateien nicht auf lokalem Laufwerk löschen" ist sehr zu enpfehlen! (s. u.)

Im Listenfeld Synchronisieren wird festgelegt, was synchronisiert werden soll. Sie können entweder die gesamte Site oder nur ausgewählte Dateien synchronisieren.

Im Listenfeld Richtung kann man zwischen 3 Möglichkeiten wählen:

1. Eintrag

Aktuellere Dateien für entferntes Objekt bereitstellen

Es werden nur die Dateien von der lokalen Site auf den Server geladen, deren Datum neuer ist als das der sich dort befindlichen Dateien.

2. Eintrag

Aktuellere Dateien von entferntem Objekt abrufen

Es werden alle Dateien vom Server auf die lokale Site heruntergeladen, deren Datum neuer ist als die der lokalen Site

3. Eintrag

Aktuellere Dateien abrufen und bereitstellen

Kombination aus den ersten beiden: Es werden die neuesten Versionen sämtlicher Dateien sowohl auf der lokalen Site als auch dem Server abgelegt

Im Fall der Auswahl des ersten Eintrags in ”Richtung” sollte man noch das Kontrollkästchen ”Entfernte Dateien nicht auf dem lokalen Laufwerk löschen” aktivieren. Das verhindert, das Dateien auf dem Server, die nicht in der lokalen Site vorhanden sind, bei der Synchronisation gelöscht werden.

Im Fall der Auswahl des zweiten Eintrags in ”Richtung” sollte man noch das Kontrollkästchen ”Lokale Daten nicht auf entferntem Server löschen” aktivieren. Das verhindert, das lokale Dateien, die nicht auf dem Server vorhanden sind, bei der Synchronisation gelöscht werden.

Bevor es richtig losgeht mit der Synchronisation kann man sich die Aktionen, die durchgeführt werden noch mal in der Vorschau ansehen. Das sollte man auch wirklich tun, denn jetzt kann man noch Korrekturen einfügen und z. B. das ungewollte Löschen von Dateien verhindern!


Team-Arbeit an einer entfernten Site: Einchecken und Auschecken

Zuerst muß man unter Site/“Site definieren“ die entsprechende Site auswählen, auf "Bearbeiten" klicken dann im Fenster „Site-Definition für...“ in den Remoteinformationen das Ein- und Auschecken aktivieren.


Die Verwendung des Ein- und Auscheckens ist immer dann sinnvoll, wenn man mit mehreren Leuten die gleiche Website bearbeiten möchte. Es macht auch dann Sinn, wenn man zwar alleine an einer Site arbeitet, aber verschiedene Rechner benutzt (z. B. die Arbeitsstation im Büro und den Labtop zu Hause).

Ein- und Auschecken

Beide Kontrollkästchen müssen aktiviert sein

Name auschecken Hier gibt man seinen Namen an. Der taucht in der Siteansicht mit auf. In E-Mail-Adresse trägt man die E-Mail-Anschrift ein, die man verwenden möchte. Der Kollege kann direkt auf den Namenseintrag im Sitefenster klicken und einem eine E-Mail schreiben, wenn er was auf dem Herzen hat. Es ist aber nicht unbedingt notwendig, eine E-Mail-Adresse anzugeben.

E-Mail-Adresse

Falls man an verschiedenen Rechnern arbeitet, aber nicht mit anderen Kollegen, ist es sinnvoll, hier den Namen des Rechners einzutragen, an dem man die Dateien bearbeitet hat. So weiß man immer, auf welchem Rechner sich die aktuelle lokale Version befindet.

Auschecken

Über das Auschecken kopiert man eine Datei von einer entfernten Site auf die lokale Site und kennzeichnet sie zugleich als ausgecheckt. Wenn man den Befehl aufgerufen hat, erscheint - abhängig von den Voreinstellungen - folgende Dialogbox. Abhängige Dateien sind z. B. die Dateien eines Framesets. Man bejaht oder verneint also die Frage, je nachdem wie man es möchte.

Im Sitefenster ist als Kennzeichen für den Status ”Ausgecheckt” einer Datei ein Häkchen zu sehen. Hinter den Dateiangaben steht, wer die Datei auscheckt hat. Hat man eine E-Mail-Adresse angegeben, geht bei Klick auf den Namen ein E-Mail-Formular auf. Wenn man selber die Datei ausgecheckt hat, ist das Häkchen grün, wenn es jemand anderes ausgecheckt hat ist es rot. Solange eine Datei ausgecheckt ist, kann sie nicht von anderen Mitarbeitern bearbeitet werden!

Man kann Dateien auch zum Schutz vor unbeabsichtigtes Überschreiben mit einem Schreibschutz versehen. Schreibgeschützte Dateien sind mit einem Vorhängeschloss gekennzeichnet:

Den Auscheckvorgang kann man übrigens auch rückgängig machen (Site /Auschecken rückgängig)

Einchecken

Das Einchecken verläuft analog zum Auschecken. Mit dem Befehl „Einchecken“ kopiert man die bearbeitete Datei zurück auf den Server und versieht die lokale Datei zugleich mit einem Schreibschutz. Die Datei kann dann wieder von Kollegen bearbeitet werden.

Man markiert eine oder mehrere ausgecheckte oder neue Dateien und klickt dann auf die Schaltfläche „Einchecken“. Die Dateien werden nun auf den Server zurückkopiert und die gerade eingecheckten Datei-Versionen auf dem eigenen Rechner bekommen ein Vorhängeschloß als Symbol für den Schreibschutz, mit dem DW automatisch eingecheckte Dateien versieht.

 

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